Die Bereiche des Tae Kwon Do:

Poomse (Formen)

 

Eine Poomse setzt sich aus verschiedenen, hintereinander gereihten Grundtechniken zusammen, deren Reihenfolge festgelegt ist. Sie ist ein Scheinkampf gegen einen imaginären (nicht vorhandenen) Gegner. Die Techniken sollen fließend, kraftvoll und mit der richtigen Geschwindigkeit ausgeführt werden. Die Poomse soll Technik, Koordination, Konzentration und Atmung schulen

Kyorugi (Kampf)

Beim Kampf findet eine Auseinandersetzung körperlicher und geistiger Art statt. Hier werden besondere charakterliche Fähigkeiten gebildet und genutzt. Maßgebend für den Verlauf eines guten und fairen Kampfes ist auch wiederum die innere Kraft. Der Gegener oder seine Technik sollen nie unterschätzt werden.

Kyok - pa (Bruchtest)

Wie man aus der deutschen Bezeichnung erahnen kann soll hier die Wirkung einer Technik erprobt werden. Man versucht durch Tritte, Schläge oder Stöße Holzbretter, Ziegelsteine und ähnliche Materialien zu zerbrechen. Hierbei kann der Schwierigkietsgrad des Bruchtests gesteigert werden, indem das Bruchtestmaterial freihängt, d.h. ein Brett wird nur mit Daumen und Zeigefinger festgehalten. Oder ein Tritt wird im Sprung über Hindernisse ausgeführt. Einer der wichtigsten Faktoren, die für das Gelingen des Bruchtests erforderlich sind, sind die Konzentration und die innere Kraft.

Hosinsul (Selbstverteidigung)

Selbstverteidigung ist immer dann gegeben wenn wir aus Notwehr handeln. Notwehr ist die Verteidigung welche erforderlich ist um einen gegenwärtigen, rechtswiedrigen Angriff von sich oder einem anderen abzuwenden. (Wer eine Tat begeht, die durch Notwehr geboten ist handelt nicht rechtswiedrig, §53 StGB)

Die Verteidigung muß allerdings in einem angemessenen Verhältnis zum Angriff stehen. (Verhältnismäßigkeit der Mittel)

Leider ist es in unserer heutigen Gesellschaft von Nöten, vor allem für Frauen, sich selbst und andere schützen zu können.

Das Tae Kwon Do bietet hierfür eine Vielfalt von Techniken die zur Selbstverteidigung eingesetzt werden können. Jeder Taekwondoka sollte sich jedoch darüber im Klaren sein, daß ein langjähriges gezieltes Training seines Körpers, vor allem Arme und Beine, zu gefährlichen Waffen werden. Die in der Anwendung schwerwiegende Folgen für Leib und Leben des Angreifers haben können. Außer zu Selbstverteidigungszwecken ist daher eine Anwendung gesetzlich unzulässig.